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Lebenslauf

LUCIE HILSCHEROVÁ

 

Die tschechische Mezzosopranistin Lucie Hilscherová (geb. 1979) studierte Gesang (bei Romana Feiferlikova), Psychologie und Musikpädagogik an der Westböhmischen Universität in Pilsen und dank Erasmus-Stipendium auch an der Philosophischen Fakultät der Universität in Chemnitz (Sologesang bei Ursula Schönhals). 

Darüber hinaus nahm sie an Meisterkursen von Helen Donath, Hedwig Fassbender, Gabriela Beňačková, Dagmar Pecková, Zlatica Livorová, Magdalena Hájossyová und Kristina Beck-Kukavcić teil.

Dank ihrer Teilnahme an der Bachakademie Stuttgart sang sie unter der Leitung von Helmuth Rilling Alt Solo in Bachs Weihnachtsoratorium (Bach Collegium Stuttgart, Stiftskirche Stuttgart) und in Schumanns Faustszenen (Musikfest Stuttgart, Beethovenfest Bonn - Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR).

Sie erhielt zahlreiche Preise:

2008 -  Internationaler Antonín-Dvořák-Gesangswettbewerb in Karlsbad:

  • 1. Preis in dem Liederfach
  • Preis des J. K. Tyl Theaters in Pilsen
  • Preis des Tschechischen Rundfunks für die beste Interpretation der zeitgenössischer Musi
  • Preis des Musikverlags Editio Bärenreiter Praha
  • Josef Hercl-Preis für die beste Interpretation der Barockmusik
  • Sharon Chmel Resch Stipendium

2009 - Cantilena Wettbewerb Bayreuth - 3. Preis im Konzertfach

2012 - Internationaler Gesangswettbewerb „Musica Sacra“ in Rom - 3. Preis

 

Lucie Hilscherová sammelte die erste Bühnenerfahrungen in 2005 an der Staatsoper Prag: Berta (Rossini: Barbier von Seviglia), Annina (Verdi: La Traviata) und Giovanna (Verdi: Rigoletto).  

Ab 2006 singt sie am DJKT Theater in Pilsen, Frau Reich (Nicolai: Die lustigen Weiber von Windsor), Emillia (Verdi: Otello), 3. Dame (Mozart: Zauberflöte), Marcellina (Mozart: Figaros Hochzeit), Schankwirtin (Musorgskij: Boris  Godunov), Dorfrichterin (Janáček: Jenůfa), La Badessa  (Puccini: Suor Angelica),  Antonias Mutter (Offenbach: Hoffmanns Erzählungen) usw. 

In 2008 debütierte Lucie Hilscherová im National Theater in Prag als Háta (Smetana: Die verkaufte Braut). Dieses Engagement hat ihr im Juni 2010 die Einladung zum Tokyo Suntory Hall eingebracht (Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, Leitung Leoš Svárovský).

Im Mai 2011 sang sie Háta auch im London Barbican Center mit BBC Symphony Orchestra und Jiří Bělohlávek. Diese Aufführung wurde live von der BBC-Rundfunk ausgestrahlt und auf der CD von Harmonia Mundi aufgenommen.

Im National Theater in Prag singt sie weiter Marta (Čajkovskij: Iolanta), Amme (Musorgskij: Boris Godunov), Větrovová (Hába: Neues Land) und Mezzosopran (Gordon: Verlorene Objekte - postminimalistisches Oratorium).

Im Mährisch-Schlesischen Nationaltheater in Ostrava gastiert sie als Panna Róza (Smetana: Das Geheimnis) und Adelaide (Martinů: Drei Wünsche).

Im Schlesischen Theater Opava als Mrs. Quickly (Verdi: Falstaff).

Im Staatstheater Košice (Slowakei) singt sie Mutter Maria von der Menschwerdung (Poulenc: Gespräche der Karmelitinnen). Diese hoch bewertete Produktion erhielt mehrere wichtige Auszeichnungen (DOSKY 2013 und der Preis der slowakischen Kritik als die beste Inszenierung der Saison 2012/2013).

 

Neben der Oper liegt ein grosser Schwerpunkt der musikalischen Tätigkeit von Lucie Hilscherová im Konzertbereich. Zu ihrem umfangreichen Konzertrepertoire gehören u. a. Werke von Händel (Messiah), Bach (Weihnachtsoratorium, Magnificat, Messe in h-Moll), Vivaldi (Juditha Triumphans), Mozart (Requiem, Grosse Messe in c-Moll), Beethoven (Missa Solemnis, 9. Symfonie), Rossini (Stabat Mater), Liszt (Christus), Mahler (Das Lied von der Erde, 2. Symfonie), Verdi (Requiem), Stravinskij (Les Noces), Dvořák (Stabat Mater, Requiem) oder Janáček (Glagolitische Messe).

Auch als Liedersängerin ist sie renommiert, zwar vor allem für ihren feinfühligen und ausdrucksstarken Vortrag, stimmliche Flexibilität und ihre Sprachkompetenz.  Eine enge Beziehung verbindet sie auch mit der zeitgenössischen Musik. Viele ihrer Aufführungen wurden vom Tschechischen Rundfunk aufgenommen.

 

Lucie Hilscherová arbeitet mit Dirigenten wie Libor Pešek, Jiří Bělohlávek, Helmuth Rilling, David Porcelijn, Enrico Dovico, Jan Latham-Koenig, Kaspar Zehnder, Leoš Svárovský, Petr Vronský, Petr Fiala, Jakub Klecker usw.

Sie tritt als Solistin mit zahlreichen in- und ausländischen Orchestern auf: BBC Symphony Orchestra, Bach Collegium Stuttgart, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, Filharmonia Poznańska, PKF-Prague Philharmonia, Collegium 1704, Janáček Philharmonie Ostrava, Brünner Philharmonie oder Tschechische Kammersolisten. 

Sie sang u.a. beim Musikfest Stuttgart, Beethovenfest Bonn, Grafenegg Musik-Sommer, Prager Frühling, Smetanas Litomyšl oder beim Osterfestival der geistlichen Musik Brno.